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Burnout: Ursachen, Symptome und Vorbeugen

Alle sprechen von Burnout - doch was ist ein Burnout überhaupt?


Burnout wird von der WHO (World Health Organisation) offiziell als “ein Syndrom, das auf chronischen Stress am Arbeitsplatz zurückzuführen ist, der nicht erfolgreich bewältigt wurde” definiert. Das heißt, in der ICD-11 (International Classification of Diseases) klassifiziert die WHO ein Burnout als ein mit dem Job bzw. Arbeitslosigkeit verbundenes Syndrom.


Ab wann habe ich ein Burnout?


Offiziell listet die WHO Burnout Symptome auf drei Dimensionen:

  1. Erschöpfung

  2. Mentale Distanzierung zur Arbeit oder ein negatives Gefühl gegenüber der Arbeit oder Zynismus gegenüber der Arbeit

  3. Gefühl der Ineffizient und zu geringer Leistung

Diese Burnout Symptome sind je nach Menschen unterschiedlich ausgeprägt, für eine vollständige Diagnose sind allerdings alle drei Dimensionen abzuhaken.


Doch schon vor einer offiziellen Diagnose mit Burnout leiden viele Menschen daran, ausgelaugt, emotional erschöpft und gestresst zu sein und zunehmend ein negatives Gefühl gegenüber ihrer Arbeit zu haben. Somit lässt sich festhalten, dass schon vor dem Eintreten aller drei Burnout Symptome viele Menschen gefährdet sind, ein Burnout zu erleiden.


Ist ein Burnout-Syndrom das gleiche wie eine Erschöpfungsdepression?


Erst seit dem Inkrafttreten der ICD-11 ist das Burnout-Syndrom offiziell diagnostizierbar und behandelbar. Vor der Klassifizierung des Burnout-Syndroms als eine Krankheit wurde oft von Erschöpfungsdepression gesprochen. Wichtig ist jedoch, dass ein Burnout nicht dasselbe ist wie eine klassische Depression. Sowohl die Burnout Symptome als auch die Burnout Behandlung durch einen Psychiater/Psychotherapeuten unterscheiden sich von einer Depression. Beispielsweise leiden Betroffene eines Burnouts häufig unter Gereiztheit, was sich jedoch nicht als Symptom einer Depression zeigt.


Trotzdem ist es nicht ausgeschlossen, dass sich ein Burnout zu einer Depression entwickelt! Deswegen ist es umso wichtiger, schon bei ersten Burnout Symptomen vorbeugende Maßnahmen zu treffen und frühzeitig mit einem Arzt oder Psychotherapeuten über eine mögliche Burnout Behandlung zu sprechen.


60% der Menschen leiden an ersten Symptomen eines Burnouts


In einer Umfrage der Plattform Indeed in den USA gaben etwa die Hälfte aller Befragten an, sich ausgelaugt zu fühlen. In Deutschland liegt der prozentuale Anteil an Menschen, die sich gestresst fühlen, bei 87% und erste Burnout Symptome zeigen 60% der Menschen. Die Pandemie hat außerdem dazu geführt, dass der Anteil an Menschen mit einem Burnout oder auf dem Weg zu einem Burnout rasant angestiegen ist.


Was sind Ursachen für ein Burnout?


Mögliche Burnout Ursachen sind vielzählig, lassen sich jedoch alle auf den Arbeitsalltag zurückführen. Gründe sind beispielsweise:


Extrem hohe Arbeitsbelastung

Eine sehr hohe Arbeitsbelastung kann ein Grund für das Auftreten eines Burnout-Syndroms sein. Eine hohe Arbeitsbelastung bis hin zur Überarbeitung kann dabei unterschiedliche Gründe haben, sowohl die physische als auch die psychische Belastung ist hierbei zu beachten.


Zeitdruck

Ein extremer Zeitdruck durch viele Deadlines kann zu Stress führen. Dies wird vor allem gestärkt, wenn auf Phasen mit viel Zeitdruck nicht auch ruhigere Phasen, Phasen der Entspannung folgen.


Fehlende Wertschätzung

Ein Mangel an Wertschätzung kann bei vielen Menschen zu erhöhtem Stress und Unzufriedenheit mit dem Job führen. Wertschätzung kann dabei nicht nur durch finanzielle Anreize wie Boni gezeigt werden, sondern auch durch zwischenmenschliche Faktoren wie positives Feedback zu erledigten Aufgaben und Projekten.


Unrealistische Ziele

Wenn Ziele unrealistisch gesetzt werden, tritt bei vielen Menschen Stress auf, sowohl Stress in der Erreichung der Ziele, als auch wenn diese nicht erreicht werden können. Unrealistische Zielsetzung kann nicht nur extern von Vorgesetzten oder Kunden kommen, sondern auch intern, wenn man sich selbst unrealistische Ziele setzt.


Ständige Erreichbarkeit

Für manche Personen führt das Verschwimmen des Arbeitslebens mit dem Privatleben zu Stress. Die ständige Erreichbarkeit über E-Mail, Nachrichten oder Anrufe kann zu einem Mangel an Möglichkeiten zum Abschalten und dies wiederum zu Stress führen.


Erste Symptome einer Gefährdung mit Burnout


Das Gefühl des Ausgebranntseins und der emotionalen Erschöpfung sind nur zwei von vielen ersten Symptomen eines Burnouts. Auch wenn sich alle Symptome auf eine allgemeine Häufung von Stress zurückführen lassen, sind die Symptome für diesen Stress vielzählig und bei jedem Menschen unterschiedlich.


Körperliche Symptome:

  • Kopfschmerzen, bis hin zu Migräne

  • Schwindel

  • Benommenheit

  • Schwitzen

  • Muskelschmerzen

  • Herzbeschwerden, beispielsweise Herzrasen und Herzstolpern

  • Atembeschwerden, wie Engegefühl und Druckgefühl

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Rückenschmerzen und Nackenschmerzen

  • Unterleibsbeschwerden / Zyklusstörungen

  • Tinnitus

  • Angeschlagenes Immunsystem

  • Schlafprobleme

Gefühle / Gedanken:

  • Angst

  • Verzweiflung

  • Starke Selbstkritik

  • Gefühl von Überforderung

  • Emotionale Erschöpfung

  • “Ich kann nicht mehr!”

  • “Ich muss das fertig machen.”

  • “Ich darf das nicht falsch machen.”

Verhaltensmuster:

  • Zurückziehen von Familie und Freunden

  • Verlust an Empathie

  • Starke Gereiztheit, damit einhergehend häufig Konflikte

  • Zunehmender Konsum an Alkohol und/oder Nikotin

  • Stressessen

Die aufgelisteten ersten Burnout Symptome sind keineswegs vollständig, sondern stellen nur mögliche Symptome, die im Zusammenhang mit Stress entstehen können dar. Symptome von Stress lassen noch nicht automatisch auf ein Burnout schließen, sollten jedoch als Anlass für Reflektion und ggf. Veränderung gesehen werden. Denn Stress kann sowohl positiv sein als auch eine negative Richtung hin zu einem Burnout annehmen. Eine abschließende Diagnose für ein Burnout kann nur durch eine fachkundige Person (Arzt/Ärztin oder Psychotherapeut/in) erstellt werden, welche auch bei einem Burnout entsprechende Burnout Behandlung und Burnout Therapie anbieten kann.


Was kann man vorbeugend gegen ein Burnout tun?


Schon bei einer Gefährdung in ein Burnout zu rutschen, können und sollten erste Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Mögliche Maßnahmen die Betroffene selbst treffen können sind:

  1. Analyse der Stressfaktoren und Definition von Änderungen im Job

  2. Priorisierung der eigenen Aufgaben im Arbeitsalltag

  3. Aufgaben des Arbeitsalltags nicht mit in den Feierabend nehmen

  4. Selbstbewusstsein trainieren

  5. Ausgewogener Lebensstil: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, regelmäßiger Schlaf

  6. Entspannung im Alltag, bspw. Meditation, Sport, Spaziergänge, Yoga



whylab zur Burnout Prävention


whylab kann bei der Prävention eines Burnouts unterstützen. whylab hilft dabei, herausfordernde Situationen zu meistern, sodass jeder ein selbstbestimmtes, glückliches und erfülltes Leben führen kann. Dabei verbindet whylab jeden Menschen mit einer Gruppe an Personen, die sich in einer sehr ähnlichen Situation befinden.


Beispielsweise bringt whylab Menschen zusammen, die präventiv an einem Burnout arbeiten möchten. Angeleitet durch einen zertifizierten Coach oder Psychologen können Betroffene sich in ihrer Gruppe austauschen und Maßnahmen zur Burnout Prävention ergreifen.


Alle Interessierten können an einer ersten kostenlosen Intro Class von whylab teilnehmen, um whylab kennenzulernen und um auszuprobieren ob ihnen das whylab Gruppenformat hilft.

Welchen Vorteil bringen Gruppen bei der Prävention eines Burnouts?


Der Austausch in Gruppen führt zu einem höheren Level an Resilienz und Zufriedenheit. Durch die persönliche Verbindung miteinander und dem zertifizierten whylab Coach, können sich die einzelnen Mitglieder gegenseitig motivieren ihre neu gesetzten Veränderung tatsächlich in die Tat umzusetzen. Somit führt die Gemeinschaft in der Gruppe zu einer höheren Wahrscheinlichkeit für tatsächliche Veränderung. Außerdem ermöglichen online stattfindende Gruppen eine zeitliche und örtliche Unabhängigkeit.


Was tun, wenn vorbeugen zu spät ist - psychologische Hilfe


Wenn es zu spät ist, mit präventiven Maßnahmen zu arbeiten, sollte eine Burnout-Therapie in Anspruch genommen werden. Eine Liste an Psychologen, welche auf Burnout Behandlung spezialisiert sind, ist auf der Website von Therapie.de zu finden: Link





Quellen: