• Elena

Trauer gemeinsam überwinden

Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, hinterlässt dies Spuren in unserem Leben.


Das Problem mit der Trauer


Die Art wie wir trauern ist sehr individuell und unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Trauer hat viele verschiedene Facetten und kann sich deshalb auch für jeden Menschen anders anfühlen.


Dies ist der Grund, weshalb sich Betroffene häufig einsam und missverstanden fühlen. Trauernde fühlen sich häufig allein gelassen, haben das Gefühl mit niemandem über ihre Gefühle und Gedanken sprechen zu können und werden oft nicht richtig verstanden. Das ist auch ein ausschlaggebender Grund dafür, dass Betroffene sich nach dem Verlust eines Menschen, häufig von ihrem sozialen Umfeld distanzieren und sich zurückziehen.


Mit der Trauer richtig umgehen


Jeder Trauerprozess ist individuell. Deshalb sieht die Trauerbewältigung auch für jeden Menschen anders aus.


Trotzdem gibt es 6 Methoden, die die Trauerbewältigung von vielen Menschen unterstützen können:

  1. Akzeptiere deinen Schmerz.

  2. Verstehe und akzeptiere, dass Trauer viele verschiedene und unerwartete Gefühle auslösen kann.

  3. Verstehe, dass dein Trauerprozess individuell ist und dass er sich nicht mit anderen vergleichen lässt.

  4. Nimm die Unterstützung von nahestehenden Menschen an.

  5. Achte auf deine körperliche Gesundheit.

  6. Erkenne den Unterschied zwischen Trauer und Depressionen.


In Zeiten der Trauer auf sich selbst achten


Schuldgefühle sind Betroffenen häufig nicht unbekannt. Vor allem nach dem Tod eines geliebten Menschen fällt es uns schwer uns zu priorisieren und uns zu erlauben glücklich zu sein. Aber auch wenn man nach dem Verlust eines geliebten Menschen trauert, ist es wichtig sich selbst dabei nicht zu vernachlässigen. Denn nur wenn man auf seine physische Gesundheit achtet, kann man auch seine emotionale und psychische Gesundheit verbessern.


Deshalb haben wir ein paar Strategien gesammelt, die dir dabei helfen, in Zeiten der Trauer auf dich selbst zu achten:

  • Stelle dich deinen Gefühle.

  • Versuche, deine Gefühle auf greifbare und kreative Weise auszudrücken.

  • Versuche, deinen Interessen und Hobbies weiterhin nachzugehen.

  • Lass dir von niemandem sagen, wie du dich zu fühlen hast und welche Gefühle normal oder unnormal sind.

  • Achte auf deine körperliche Gesundheit.

  • Bereite dich auf mögliche “Trauer-Trigger” vor.

  • Wende dich an Freunde und Familie.

  • Tritt einer Selbsthilfegruppe bei.

  • Sprich mit einem Therapeuten oder einem Trauerbegleiter.


Löse dich von verbreiteten Trauer-Mythen:


Eines ist klar: Wenn wir trauern oder uns allgemein in einer schwierigen Lebenssituation befinden, gibt es nichts schlimmeres als Menschen, die uns “unterstützen” möchten, indem sie uns sagen wie wir uns, ihrer Meinung nach, zu fühlen haben, welche Gefühle richtig sind und welche Gefühle falsch sind.


Schuld daran sind leider verbreitete Trauer-Mythen.


Damit wir unsere Trauer auf eine gesunde und heilsame Weise zum Ausdruck bringen können, ist es deshalb wichtig, dass wir alle uns von falschen Vorstellungen trennen!

  • "Zeit heilt alle Wunden!” Leider heilt Zeit NICHT alle Wunden! Nur wenn wir uns die Zeit zum Trauern nehmen, können unsere Wunden geheilt werden.

  • Weinen macht alles schlimmer!” Ganz im Gegenteil: Weinen gehört zur natürlichen Heilungsreaktion des Körpers. Deswegen macht weinen auch nicht alles schlimmer, sondern besser.

  • “Du belastest andere Menschen mit deinen Sorgen!” Wenn du dich an deine Mitmenschen wendest, ist dies ein Segen und keine Last! Eure Beziehung kann gefestigt werden, dein Gegenüber freut sich, dass er/ sie dir helfen kann und du bekommst die Unterstützung, die du brauchst!

  • “Die Person, die du verloren hast, möchte nicht, dass du wieder glücklich wirst!” Ganz im Gegenteil! Der beste Weg um diejenigen zu ehren, die von uns gegangen sind, ist, zu lernen, wieder richtig zu leben!

Diese und viele weitere Mythen prägen leider unser Verständnis von Trauer. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir uns von ihnen trennen. Nur so können wir anderen dabei helfen ihre Trauer zu bewältigen oder unsere eigene Trauer richtig verarbeiten!



Gemeinsam Trauer überwinden


Personen, die kürzlich einen geliebten Menschen verloren haben, fühlen sich mit ihren Gefühlen häufig alleine. Grund dafür ist das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Bei whylab bieten wir Betroffenen ein Format, in dem sie sich, unter der Leitung von zertifizierten Coaches, mit Gleichgesinnten austauschen können und offen über ihren Schmerz sprechen können.




Auch Menschen, die vor kurzem eine schmerzhafte Trennung erlebt haben, bekommen bei whylab die richtige Unterstützung. Der offene Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen, bewährte Coaching Übungen und psychologische Tipps helfen Betroffenen ihre Trauer besser zu verarbeiten und ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Innerhalb der kostenlosen Intro Class können Betroffene herausfinden, welche Handlungsoptionen sie haben.




Quellen:

https://www.clienia.ch/de/news/trauer-auswirkungen/#:~:text=Zu%20den%20k%C3%B6rperlichen%20Symptomen%20der,%2C%20Dinge%20zu%20erledigen%2C%20f%C3%BChren


https://www.fitforfun.de/news/emotionale-achterbahnfahhrt-so-wirkt-sich-trauer-auf-den-koerper-aus-381029.html


https://www.t-online.de/leben/id_92306672/trauer-nicht-verarbeitet-diese-symptome-sollten-sie-ernstnehmen.html


https://www.helpguide.org/articles/grief/coping-with-grief-and-loss.htm


https://cabellhuntington.org/services/counseling-services/twelve-myths-about-grief/


https://www.webmd.com/mental-health/prolonged-grief-disorder