Warum der Austausch mit anderen so wichtig ist.


Die eigenen Gedanken und Gefühle mit anderen Menschen zu teilen, ist oftmals sehr beängstigend. Die Befürchtung nicht verstanden, abgelehnt und verurteilt zu werden ist oftmals groß, wodurch die allermeisten von uns sich nur einem ganz kleinen Kreis engster Vertrauter öffnen – Menschen, von welchen wir uns Verständnis, Einfühlungsvermögen, Akzeptanz und Zuneigung erhoffen und welche sich in der Vergangenheit bereits bewiesen haben. Das Risiko, sich jemandem neuen anzuvertrauen, gehen die wenigsten ein.

Dabei hat der Austausch mit anderen über die eigenen Probleme oder Ängste oftmals viele ungeahnte Vorteile. Auch wenn der erste Schritt meist nicht nur eine Prise, sondern eine gehörige Portion Mut erfordert, werden die Mutigen dann oftmals belohnt. Denn als Reaktion auf ihren Mut erhalten sie Zuversicht, Hoffnung und Unterstützung.

Doch was genau passiert denn eigentlich, wenn man sich neuen, vielleicht unbekannten Menschen öffnet? Es gibt eine Reihe an verschiedenen Aspekten die zeigen, weshalb der Austausch mit anderen wichtig ist. Im folgenden haben wir 5 Aspekte rausgesucht, die wir uns näher anschauen:


1. Gib deinen Gefühlen einen Raum


Während man mit jemandem spricht, hat man die Möglichkeit den eigenen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen. Dadurch, dass man versucht, jemand anderen die eigenen Gedankengänge und Emotionen verständlich und nachvollziehbar zu erklären, strukturiert man die eigenen Gedanken und kann benennen, was in einem vorgeht. Das Wirrwarr der Gedanken, das in einem vorgeht jemand anderen zu erklären, hilft somit dabei, mehr Klarheit und Struktur über die eigenen Gefühle und Gedanken zu erhalten.


2. Stärke die Beziehung zu dir selbst


Die eigenen Gefühle und Gedanken zu verstehen, bildet das Fundament, um langfristig eine liebevolle und starke Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Öffnet man sich jedoch einer weiteren Person und teilt die eigenen, belastenden Gedanken, so fördert man zudem das eigene Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Des Weiteren gibt es einem das Gefühl, endlich „etwas zu tun“ und aus dem Gefühl der Hilflosigkeit wieder in die Selbstwirksamkeit zu gelangen.


3. Emotionale Unterstützung: Wow, da ist ja noch jemand!


Die meisten Menschen, die gerade eine schwierige Lebensphase durchlaufen, haben eine Sache gemein: Der Glaube, die einzige Person zu sein, die gerade diese bestimmte Erfahrung erlebt. Sie fühlen sich isoliert, einsam und oftmals hilflos und verloren.

Die Wahrheit ist jedoch eine andere: Jeder Mensch kämpft mit seinen persönlichen Hürden und einige Menschen teilen dieselben Hürden. Das Problem ist folgendes - es redet fast niemand darüber.

Diejenigen, die sich trauen und sich anderen, teilweise neuen Menschen anvertrauen, machen dabei eine großartige Entdeckung: “Wow, da ist ja noch jemand!” Es gibt noch eine andere Person, die das gleiche durchmacht wie ich! Da ist jemand, der mich versteht und weiß, was ich durchlebe. Ich bin nicht allein.

Öffnet man sich anderen Menschen, welche sich ebenfalls in derselben Situation befinden, so schafft man einen neuen, starken Vertrauenskreis, in dem man sich gegenseitig auffängt, Mut zuspricht, Hoffnung schafft und – sollte es die Situation benötigen – eine starke Schulter bietet.


4. Wissensaustausch


Sich mit anderen über Themen auszutauschen, die einen bedrücken und belasten, hat einen weiteren großen Vorteil: Wir profitieren von den Erfahrungen und dem Wissen anderer. Zudem können Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, als zusätzlicher Spiegel fungieren und neue Perspektiven und Sichtweisen aufzeigen – eine zusätzliche Hilfestellung, welche man möglicherweise von anderen Personen zunächst ablehnt und von sich weist.


5. Bio-Hack: Oxytocin


Das Hormon Oxytocin, umgangssprachlich als „Bindungshormon“ oder auch „Kuschelhormon“ bezeichnet, wird vor allem bei sozialen Interaktionen mit Menschen ausgeschüttet. Es fördert unseren Wunsch nach sozialer Bindung und Nähe, fördert die soziale Intelligenz und kann das Selbstvertrauen stärken. Weitere, sehr willkommene Effekte von Oxytocin sind die Regulation des Blutdrucks, als auch die Minderungen der Ausschüttung des Stresshormons Cortisol.

Begibt man sich also in den Austausch mit anderen Menschen, fördert man somit die Ausschüttung von Oxytocin und kann dadurch eine Stress- und Angstminderung begünstigen!

Zusammenfassend konnen wir also sagen, dass der Austausch mit anderen foglende Vorteile bringt:


+ du erhältst mehr Klarheit über deine eigenen Gedanken und Gefühle

+ du stärkst dein Selbstvertrauen und deine Selbstwirksamkeit

+ du schaffst dir ein Support System aus Menschen, die dich verstehen und dich unterstützen

+ du profitierst von den Erfahrungen und dem Wissensschatz anderer

+ du förderst die Ausschüttung des Glückshormons Oxytocin, welches dir hilft Stress und Ängste zu reduzieren.



Warum der Austausch mit anderen so wichtig ist.

Hast du vielleicht gerade etwas auf dem Herzen und weißt nicht, mit wem du darüber reden sollst? Durchlebst du gerade eine schwierige Lebensphase und würdest dich gerne mit Menschen austauschen, die dasselbe durchmachen wie du?


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